Jutta Hoffmann
(Solo-Lesung)

 



Lesung aus Brigitte Reimann - Tagebüchern "Alles schmeckt nach Abschied"

Jutta Hoffmann liest aus dem "unter Hochspannung" geschriebenen Lebensroman der Schriftstellerin Brigitte Reimann -kongenial rezitiert - und von Reich Ranicki als "Ein Parlando, in dem der Odem großer Literatur weht" beschrieben. Mit dieser Lesung lässt Jutta Hoffmann das Werk so erscheinen, dass das man in das private Lebenszeugnis einer Frau tief blicken kann.
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Jutta Hoffmann ist eine der beliebtesten Darstellerinnen der DDR. Genau wie die Filmfrauen, die sie mehrfach verkörpert, hält sie die Waage zwischen Selbstbewusstsein und Fremdbestimmung, zwischen individuellem Widerspruchsgeist und gesellschaftlicher Anpassung. Die zierliche und fragile Schauspielerin stellt in einigen wichtigen DEFA-Filmen Persönlichkeiten dar, die sich überaus robust für das Leben und ihren ganz eigenen Weg entscheiden, fern ab von Parteiprogrammen und -büchern.

Jutta Hoffmann gehörte in den 1970er Jahren zu den wichtigsten Schauspielerinnen der DDR. Sie ist auf der Theaterbühne ebenso populär wie beim Film.
Nach dem Abitur studierte sie 1959 bis 1962 an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg. Bereits 1960 erhielt sie ihre erste Filmrolle und debütierte auch als Theaterschauspielerin in Und das am Heiligabend am Berliner Maxim Gorki Theater, dem sie bis 1973 angehörte.
In Spiel- und Fernsehfilmen beeindruckte Jutta Hoffmann wiederholt durch ihre Ausdrucksfähigkeit. Für ihre Darstellung in Der Dritte von Egon Günther wurde sie auf dem Filmfest in Venedig 1972 mit dem Darstellerpreis als Beste Schauspielerin ausgezeichnet.
In den 1980er Jahren verließ sie die DDR und stand in der Bundesrepublik u. a. im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf der Theaterbühne. Vor allem ihre Arbeiten mit Peter Zadek machten sie dem westdeutschen Theaterpublikum bekannt.
Von 1993 bis 2006 arbeitete sie an der Hochschule für Musik & Theater Hamburg als Professorin für darstellende Kunst. Während dieser Zeit unterrichtete sie unter anderem Marie Bäumer, Bibiana Beglau und Marc Hoseman.